Land unter in Bonn - Mehlem
Heftige Regenfälle führten am Samstag im Bonner Stadtteil Mehlem zu schweren Überschwemmungen. Ein sonst nur knöcheltiefer Bach verwandelte sich in einen reißenden Fluss. Er riss Autos, Gartenhäuser und ganze Bäume mit sich. Häuser, Keller und Garagen wurden überflutet, teilweise stand das Wasser bis zu einem Meter hoch in den Straßen.
Rund 80 THW-Einsatzkräfte aus den Ortsverbänden Bonn und Beuel und unterstützten die Feuerwehren bei den Pump- und Räumarbeiten.
Mehr als sechs Millionen Liter Wasser haben die THW-Helferinnen und Helfer abgepumpt. Zurück blieb eine zentimeterdicke Schlammschicht. Nachdem die großflächigen Überschwemmungen beseitigt waren, begannen die Einsatzkräfte damit die betroffenen Häuser in Mehlem von den Wassermassen zu befreien.
Der Bach hat jedoch nicht nur einen Stadtteil kurzzeitig in einen See verwandelt, sondern auch einen Teil der Rhein-Uferpromenade so unterspült, dass er wegbrach. Verletzt wurde dabei niemand, anliegende Häuser sind jedoch in der Gefahr ebenfalls abzurutschen. Mit Hilfe von zwei Schwerlastkränen und mehreren Tausend Sandsäcken sicherten die Einsatzkräfte das Ufer gegen weiteres Abrutschen. Darüber hinaus leuchteten die THW-Kräfte die Einsatzstelle großräumig aus. Zwei Helfer aus Bornheim unterstützten die Stromversorgung aus dem Lichtmastanhänger der Fachgruppe Beleuchtung.
Da einige Zugänge zu Häusern in der Nähe des Bachlaufes im Bereich der Domhofstrasse unterspült wurden, bauten am Sonntagnachmittag Bonner Kräfte mittels des Einsatzgerüstsystems Stege zu den vom Wege abgeschnittenen Wohnungen.
03.07.2010